Ernährungstherapie

Das Team der Ernährungstherapie setzt sich aus Ökotrophologen und Diätassistenten/innen zusammen, die sowohl im küchentechnischen, als auch im schulischen Bereich arbeiten. Ebenso arbeiten Diätassistenten/innen auch direkt auf indikationsbezogenen Stationen, um mit den Patienten das erworbene Wissen in den Alltag umzusetzen und zu festigen.

Angehende Diätassistenten/innen, Ökotrophologen und Ernährungswissenschaftler können in den oben genannten Bereichen ihr Praktikum absolvieren. Die Einsatzbereiche der Praktikanten sind von der Praktikumsdauer, Ausbildungsstand und Studiengang abhängig.

Die Schwerpunkte der Ernährungstherapie liegen bei folgenden Indikationen:

  • Adipositas
  • Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeiten
  • Zöliakie
  • Diabetes mellitus
  • Morbus Crohn, Colitis ulcerosa
  • erhöhte Harnsäurewerte und Cholesterinwerte
  • Essstörungen z.B. Anorexie
  • Suchdiät bei Neurodermitis
  • Diät nach Transplantation
  • andere ernährungsbedingte Erkrankungen
  • seltene Stoffwechselerkrankungen (z.B. PKU, GLUT¹-Defekt)

Der ernährungstherapeutische Bereich orientiert sich an den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Die DGE ist ein eingetragener Verein, der sich um die vollwertige Ernährung in Deutschland bemüht. Wir haben uns als oberstes Ziel gesetzt, das Wohlbefinden und die Lebensqualität des Patienten zu verbessern, ihn optimal zu allen Mahlzeiten zu versorgen. Durch Aufklärung in Schulungen, Einzel- und Gruppenberatungen sollen ernährungsbedingte Krankheiten gelindert bzw. diesen vorgebeugt werden.

Adipositastherapie (Gruppentherapie)

Eine langfristige Gewichtsreduktion steht im Mittelpunkt einer erfolgreichen Adipositastherapie. Um diese zu gewährleisten, müssen Ernährungsmuster die Übergewicht begünstigen, abgelegt und neue Ernährungsgewohnheiten antrainiert werden. Ein Vorgang der viel Zeit und starkes Durchhaltevermögen der Patienten voraussetzt.

Damit die übergewichtigen, teils schwer adipösen Kinder und Jugendlichen der Klinik Hochried den für sich größtmöglichen Therapieerfolg erzielen, wird mit der von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung entwickelten Ernährungspyramide gearbeitet. Diese umfasst eine kompakte und leicht verständliche Darstellung einer gesundheitsfördernden Ernährung in Form einer Pyramide. Das Grundprinzip bildet die Einstufung von Lebensmittelportionen in unterschiedliche Ebenen und die damit verbundene optimale Verteilung der Lebensmittelgruppen im täglichen Speiseplan.

Schon seit geraumer Zeit steht eine etwas abgewandelte Pyramide im Zentrum der „hochrieder" Ernährungstherapie. Sie wurde jedoch bislang hauptsächlich als Werkzeug und Stütze für die weitere Gewichtsreduktion zu Hause verwendet.

Für die Dauer des Klinikaufenthalts hingegen, bestand der Speiseplan aller Adipositaspatienten aus einer portionierten Reduktionskost. In Verbindung mit einem ausgewogenem Bewegungsprogramm führte diese Methode zu einem adäquaten Gewichtsverlust. Seit November 2013 werden die Kinder und Jugendlichen nun schon kurz nach ihrer Ankunft in das Konzept der Pyramide eingeführt. Ihnen wird dabei ihre individuell zu verzehrende Portionsgröße aufgezeigt (eine Portion ist meist so groß wie die eigene Hand oder Faust). Außerdem lernen sie die Lebensmittel in die jeweils richtige Stufe einzuordnen. In einem selbstständig geführten Pyramidentagebuch streichen sie verzehrte Portionen ab und behalten so den Überblick, wie viel sie täglich essen.

Es soll dadurch auf eine Ernährungsumstellung hingearbeitet werden, die schon während des Aufenthalts durch ein ständiges Üben und Festigen zur Gewohnheit wird. Eine portionierte Reduktionskost von Seiten der Klinik ist größtenteils nicht mehr vorhanden. Der Erfolg der Gewichtsreduktion steht und fällt durch die Mitarbeit der Patienten.

Gleichzeitig wurden die Schulungsunterlagen, die die Patienten nach dem Ende der Rehabilitation mit nehmen, komplett überarbeitet. So steht auch zuhause eine umfangreiche Hilfe sowohl bezüglich der richtigen Ernährung oder der Bewegung, aber auch zahlreiche Tipps und Tricks für den Alltag und den Umgang mit der Problematik zur Verfügung, die gleichzeitig an die Zeit in der Klinik Hochried erinnert.

Für Patienten,mit einzelnen, seltenen Indikationen oder die nicht auf eine indikationsbezogenen Station aufgenommen sind, werden nach dem Eingang der Diätverordnung durch den ärztlichen Dienst Beratungstermine abgestimmt. Nach der Erstberatung, werden diese Patienten individuell nach ihrer Indikation bekocht, geschult und beraten.

Falls Fragen oder Probleme auftreten, besteht die Möglichkeit zu festgelegten Beratungszeiten eine Diätassistentin aufzusuchen. Der ernährungstherapeutische Bereich sieht den Patienten im Mittelpunkt mit seinen medizinisch-ärztlich verordneten Diäten, Essgewohnheiten und -störungen. Ein großes Anliegen ist es, den Patienten eine Hilfestellung für den Zeitraum nach dem Klinikaufenthalt zu geben, für mehr Freude am Leben und bessere Chancen für die Zukunft.

 

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